Freitag, 6. Januar 2017

Bitterkalt Anfang Januar

..über Nacht hatte der Winter Einzug gehalten. Angekündigt waren Schnee und Frost, der Wetterbericht behielt Recht und so war die Lewitz am Freitag, den 06.01.2017 in ein weisses Kleid gehüllt. Bereits am Mittwoch Abend hatte es angefangen zu schneien, der Donnerstag war eine reine Katastrophe, denn der Schweriner Winterdienst zeigte sich nicht von der besten Seite. Für den Freitag waren Sonne, blauer Himmel und Temperaturen um -15°C vorhergesagt. Mich hielt nichts in der warme Stube, alles eine Frage der Klamotten, der Getränke und des inneren Schweinehundes. So machte ich mich auf mit langer Unterhose, gefütterter Jacke, dem ganzen Fotogeröddel (Stativ, mehrere Linsen, etc. und einer großen Thermosflasche heißem Tee (ohne Schuß). 

...und es lachte die Sonne, ein wahnsinniger Kontrast zwischen dem blauen Himmel und dem Weiß an den Bäumen, eigentlich kein Fotolicht aber schon hinter Goldenstädt begann das Spektakel mit dem Raureif. Ich sah selten ein derartiges bizarres Schauspiel.

Das Thermometer zeigte tatsächlich -13°C an. Das Auto habe ich am Jagdschloß in Friedrichsmoor abgestellt und mein Weg führte mich zunächst am Graben entlang zur Zapelschen Brücke. Von dort über den Drellengraben zur Mittelschleusse, um die Krutopp-Settiner Teiche herum und dann entlang des Quitschenhorster Damms zurück nach Friedrichsmoor, ein Fussweg von gut 7 km.
Tiere - nein, weit und breit keine Spur. Nur mein Zaunkönig machte seine Aufwartung. Trotzdem - ich wurde mit Landschaftsreizen überschüttet, so dass ich trotz der Minusgrade die Handschuhe auszog und mit dem Stativ und der kleinen Schwarzen (7RII) die Winterlandschaft einfing.



Ralf O. (der Lewitzranger) gab mir einen Tipp, in der Nähe des Birkenweges an den Fischteichen Spornitz Süd halten sich die Nordischen Schwäne auf und wenn ich Glück habe auch die Seeadler.

Der Tipp passte, die Sonne stand nun schon ziemlich hoch, und von Weitem war schon das Geschrei der Schwäne zu hören. In einer beachtlichen Entfernung, nichts für meine 400 mm, sassen die Schwäne in einer Gruppe von geschätzt 100 Tieren zusammen. Von links näherte sich auf dem Eis ein junger Seeadler, auch zu weit weg und das Tele klar zu machen. Aber durch das Fernglas konnte ich gut beobachten. Zunächst hatte der junge Seeadler mit einer Krähe zu kämpfen, ich verstand überhaupt nicht warum dieser Luftgigant dem schwarzen Vogel Platz machte. Den Schwänen schien die Annäherung des Seeadlers nicht egal zu sein, nach und nach stiegen sie auf und wechselten den Platz.
Für mich war es dann auch gut, fünf Stunden durch die Lewitzer Winterwelt haben sich gelohnt!


...die Alte Elde am Schremmberg hatte eine Eisdecke


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