Mein erster EISVOGEL
In der Wildlife-Fotografie kommt doch jeder irgendwann an den Punkt einen Eisvogel fotografieren zu wollen. So auch bei mir, diesen bunten flicken Flitzer habe ich schon in der Lewitz gesehen, nicht oft aber wenn, dann nur einen bunten schnellen Fleck, der irgendwo im Nirvana verschwand.
Den Ansitz oder die Nisthöhle dieser Vögel muss man kennen, denn nur so im zufälligen Vorbeiflug waren keine Fotos zu machen oder aber vorsichtiger gesagt, durch mich nicht zu machen.
Tipps zu den Locations waren nicht zu bekommen, sicherlich behält jeder Wildlifeknipser sein Geheimnis für sich und verbirgt bei der Veröffentlichung im Netz die Geodaten ganz bewusst.
Ich war auf meiner Tour durch die Lewitz und kam bei schönstem Sonnenschein an eine etwas
Ich dachte bei mir - dies wäre genau die richtige Stelle für den Eisvogel.
Es war noch Zeit, ich nahm Deckung hinter einem kleinen Baum und hoffte.
Nun ist es so, dass ich einem Sonntag geboren bin, war es das oder was steckte dahinter? Ich saß gerade 10 Minuten und auf dem Ast saß ein EISVOGEL - mein erster Eisvogel, der nicht flog.
Die Farben orange, blau und türkis leuchteten um die Wette.
Ich schoss eine kleine Serie und er war weg und er kam nicht zurück. Bei meinem Rückmarsch am Fischteich entlang hatte ich noch eine Begegnung. Der Flitzer schoss knapp über die Wasseroberfläche und setzte sich vor mir auf einen Stahlträger. Da sass er nun, wieder eine kleine Serie schluckte die 6d.
Zu Hause am Mac sah ich, dass alles falsch gelaufen war - die Belichtungszeit zu lang, der ISO-Wert zu hoch, der Weißabgleich passte überhaupt nicht und der Fokus saß schon gleich garnicht.
Nachdem ich PS bemüht hatte, sah das kleine Kerlchen aus wie ein Zombi.
Aber nicht mit mir - ein neuer Tag ein neues Glück. Ausgerüstet mit meinem Tarnzelt setze ich mich in mein Versteck. Nach 10 Minuten begrüßte mich mein Eisvogel , zeigte mir die Rückseite und flog
von dannen. Nun brauchte es Geduld, ca. 1,5 Stunden später kam er zurück.
....und nun ging die Post ab - Pose, Abflug, untertauchen, Fisch fangen, auf den Ast setzen, Fisch töten, herunter schlucken und posen - ein Wahnsinn. Er gab alles und ich tat es ihm gleich und versuchte die Fehler des Vortages nicht zu wiederholen.
Die Ergebnisse zeige ich gern, nun gehöre ich dazu, wozu? Na, zu den Wildlifeknipsern, die mit dem Geheimnis.






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